
Der ART-Grand-Prix-Fahrer, der unter der Flagge der Alpine Academy antritt, sicherte sich den Aramco Pole Position Award beim FIA-Formel-2-Grand-Prix von Miami — seine zweite Pole in der Formel 2 — mit einer Runde von 1:39.888, die Rafael Câmara von Invicta Racing um nur 0.033 Sekunden schlug. Martinius Stenshorne komplettierte ein eng beieinander liegendes Top-Drei, das nur 0.050 Sekunden von der Pole entfernt war. Das Ergebnis wog aus mehreren Gründen besonders schwer. Miami war zum ersten Mal Austragungsort des FIA-Formel-2-Qualifyings, damit war es für jeden Fahrer auf dem Grid eine neue Strecke — auf dem Papier also ein gleiches Spielfeld, das jedoch weiterhin diejenigen belohnt, die einen unbekannten Kurs schnell lesen und das Maximum aus einer einzigen schnellen Runde herausholen können. Maini tat genau das.
Auch die Session selbst verlief selten geradlinig. Câmara setzte früh die Messlatte und hielt in weiten Teilen der 30-minütigen Session die provisorische Pole. Doch die Reihenfolge verschob sich immer wieder, als die Fahrer in den Schlussphasen frische Reifen aufzogen. Eine späte Gelbphase — ausgelöst durch einen mechanischen Defekt bei Stenshorne — stoppte weitere Verbesserungen und bestätigte Maini an der Spitze der Zeitenliste. Das Timing war treffsicher. Seine Runde stand.
Für den indischen Fahrer ist diese Leistung ein Beleg für die Entwicklung, die er bei ART Grand Prix aufgebaut hat. In der Formel 2, wo das Pace-in-einer-Runde einer der klarsten Indikatoren dafür ist, ob ein Fahrer bereit für die nächste Stufe ist, eine Runde wie diese zu liefern — und zwar unter direktem Druck eines der stärksten Fahrer im Feld — ist ein Ergebnis, das nicht unbemerkt bleibt.
Die Saison geht weiter. Aber Miami war eine Ansage.